POSTERAUSSTELLUNG

Dieses Jahr wird es eine kleine Posterausstellung geben. Folgende Poster werden vorgestellt:

Life long learning: assessment in daily practice

Life long learning: assessment in daily practice

Ilse van Zadelhoff, Trees van Nunen-Schrauwen

Aim: Most people with congenital deafblindness (CDb) or Complex Communication Needs (P-CCN) are difficult to assess through standardized static test procedures. “Child-Guided Strategies (CGS): the Van Dijk approach to assessment” is a method in which assessment and intervention go hand in hand with emphasis on the strong side of a person. CGS provides a clear framework of eight observation areas that underlie the processes of learning. The method has been developed to better understand children and adults with sensory, multiple disabilities in their learning process: how do they use learning strategies and which interventions are appropriate. To date, CGS has only been used by a limited number of diagnosticians. However, the method can be very useful in an adapted form for pedagogical practitioners and parents . In the current project, the aim is to make the method of CGS accessible to healthcare practice.

Method: By means of the input of focus groups, the CGS assessment procedure will be adjusted. The adjusted procedure will then be implemented by training the parents and practitioners through coaching and video feedback. The usability of the adapted procedure will also be mapped. Finally, an evaluation by means of a multiple-case design with pre-test and post-test measurement of 6 clients in the age of 18-50 will answer the question of whether the use of the modified CGS procedure leads to more and better client-adapted interventions.

Results: Based on CGS, a dynamic assessment procedure will be developed that can be performed by directly involved parties such as pedagogical practitioners or parents. This assessment will focus on the underlying processes of learning and is based on situations in the client’s daily routine. At the same time, an intervention protocol will be developed to equip the interaction partner with intervention options.

Since the project will be completed during spring 2021, only preliminary results will be presented on the poster.

Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch - Das Tobii Dynavox Talkertreffen TD3

Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch – Das Tobii Dynavox Talkertreffen TD3

Sven Pfeil

Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre von Tobii Dynavox sowie der praktischen Erfahrungen der Endnutzer heraus, zeigen sich verschiedene Gelegenheitsbarrieren im Sinne des Partizipationsmodells (vgl. Lage, 2006, S.208 – 216) in den Bereichen Wissen, Praxis und Fertigkeiten bei einem Großteil der möglichen Gesprächspartner und Zugangsbarrieren.
Auch Lage  (2006, S.85) schreibt in ihrer Dissertation: „Deshalb ist die Schulung der professionellen und familiären Bezugspersonen ein weiterer zentraler Interventionsbereich in der UK.“ Sie weist zudem darauf hin (2006, S.68): „Grundlegende Weiterentwicklungen der neuen Informationstechnologien haben sowohl den Einsatzbereich als auch die Einsatzmöglichkeiten der elektronischen Kommunikationshilfen vergrößert und damit auch den Bedarf an Informationen und Kursen gesteigert.“

Was 2011 mit einer ersten Projektarbeit begann hat sich mittlerweile in drei jährliche Treffen (Ost – West – Süd) etabliert. Die Rückmeldungen der Teilnehmer bestärkt uns in der Sichtweise, dass gerade die Wissensvermittlung aber auch der gegenseitige Austausch von Anwendern und Angehörigen ein ungemeiner Mehrwehrt ist. Gerne möchten wir unsere Erfahrungen und Eindrücke von den Talker-Treffen mit Ihnen teilen. Hierfür versuchen wir auch, Anwender als Teilnehmer am TD3 zu Wort kommen zu lassen.

vorgestellte bzw. verwendete Produkte oder Hilfsmittel

Tobii Dynavox I-Serie+

Gemeinsam sind wir stark!

Gemeinsam sind wir stark!

Stefani Greisbach, Susanne Zentara, Bettina Lüdecke

Seit 2013 haben wir ein UK-Team an unserer Schule fest installiert, das sehr erfolgreich arbeitet in den Bereichen Beratung und Fortbildung von KollegInnen und Eltern, Entwicklung von Förderkonzepten, Vernetzung am Standort. Wir haben es geschafft, dass UK fester Bestandteil unseres Schullebens ist und wir bleiben am Ball, damit es wach und lebendig bleibt. Der Erfolg unserer Arbeit: gute Arbeitsstrukturen, fachliche Kompetenz, Unterstützung durch die Schulleitung, hohe Akzeptanz im Kollegium und unsere eigene BEGEISTERUNG für UK und die Arbeit mit unseren SchülerInnen! All das würden wir gerne auf dem Kongress vorstellen. Vielleicht können wir Mut machen und Ideengeber sein, wie UK an Schule implementiert werden kann?

vorgestellte bzw. verwendete Produkte oder Hilfsmittel

keine

Das elterliche Erleben von kommunikativen Situationen eines unterstützt kommunizierenden Kindes oder Jugendlichen während eines Krankenhausaufenthaltes

Das elterliche Erleben von kommunikativen Situationen eines unterstützt kommunizierenden Kindes oder Jugendlichen während eines Krankenhausaufenthaltes

Katja Ehwald

Hintergrund
Die Arbeit entstand im Rahmen einer Bachelorarbeit in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Freiburg. Ein stationärer Krankenhausaufenthalt stellt im Leben aller Menschen eine besondere Situation dar (Jakubowski, 2017, S. 198; Bauersfeld, 2007, S. 30). Im Krankenhausalltag findet UK wenig statt, obwohl gerade in diesem Bereich eine gelingende Kommunikation von großer Bedeutung ist (Weber & Köhler, 2014, S. 7).

Ziel dieser Forschungsarbeit ist es herauszufinden, wie und in welchem Ausmaß das medizinische Personal im Krankenhausalltag mit Kindern/Jugendlichen mit einem Kommunikationshilfsmittel kommuniziert.

Methode
Für die Datenerhebung wurden vier Eltern(-teile) teilweise im Beisein ihrer Kinder in halbstrukturierten Interviews im häuslichen Umfeld zu Krankenhausaufenthalt(en) befragt. Die erhobenen Daten wurden mit der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Ein positives Votum der Ethikkommission der Universitätsklinik Freiburg lag bei Forschungsbeginn vor.

Ergebnisse

  • Klinikaufenthalt wird eher negativ und belastend erlebt
  • meist zu geringe Ansprache der Eltern in Bezug auf ihr Kind
  • Kinder kommunizieren vorwiegend mit den Eltern
  • nutzen diese als Brücke der Informationsweiterleitung zum Personal
  • Einflussfaktoren für den Einsatz oder Nichteinsatz eines Kommunikationshilfsmittels: Zeit- und Personalmangel, Personalwechsel, zu geringes Wissen über Kommunikationshilfsmittel und Umgang mit Kindern mit Behinderung. Lichtverhältnisse, aktueller Gesundheitszustand des Kindes
  • Bereich Kommunikation wird in der Anamnese nicht erfragt

Schlussfolgerung/Diskussion
Wünschenswert wäre ein größeres Wissen über UK beim Klinikpersonal. Eine Sensibilisierung des Personals im Umgang mit Kindern mit Behinderung sowie der Kommunikation mit diesen und den Eltern ist zu empfehlen. Eltern müssten mehr als Ressource vom Personal wahrgenommen werden, um mehr über das Kind zu erfahren und somit gezielter auf dieses einzugehen und handeln zu können.

vorgestellte bzw. verwendete Produkte oder Hilfsmittel
keine

Unterstützte Kommunikation in Wohneinrichtungen für erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung – Eine Analyse der Organisationskultur (Arbeitstitel)

Unterstützte Kommunikation in Wohneinrichtungen für erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung – Eine Analyse der Organisationskultur (Arbeitstitel)

Theresa Aßmann

Im Rahmen des Promotionsvorhabens wird die Erfassung von Organisationskultur unter dem Fokus der „Unterstützen Kommunikation“ mit erwachsenen Menschen mit Beeinträchtigung in Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe erforscht.

In den Fachdiskursen der Unterstützten Kommunikation (UK) lautet die aktuelle Herausforderung, Angebote der UK für Werkstattbeschäftigte und BewohnerInnen von Wohneinrichtungen zu schaffen, zugänglich zu machen und zu verbreiten. Trotz der Verankerung von UK im deutschen Recht und in der UN BRK, sowie der Bereitstellung von Methoden und Hilfsmitteln für die heterogene Gruppe der UK-NutzerInnen, wurde UK bisher nur vereinzelt in Einrichtungen für Erwachsene mit Beeinträchtigung erfolgreich und umfassend implementiert.

Neben den strukturellen Rahmenbedingungen und Ressourcenproblemen zeigt sich die individuelle sowie kollektive Haltung und Prioritätensetzung der Mitarbeitenden der gesamten Einrichtung als wichtiger Indikator für eine gelingende Umsetzung von UK. Solche Faktoren sind Teil der gemeinsam getragenen Organisationskultur einer Einrichtung. Das heißt: die Beschaffenheit der Organisationskultur spielt eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung von Konzepten bzw. bei der grundsätzlichen Bereitschaft organisationsinterne Abläufe zu verändern und zu reflektieren.

Für die Erschließung des Forschungsfeldes wird das Organisationskulturmodell nach E. Schein als Analyseschema verwendet. Organisationskultur lässt sich nach diesem Modell auf drei Ebenen beschreiben, die methodisch unterschiedlich (u.a. Interviews, Dokumentenanalyse) zugänglich sind. Ziel ist es durch die Betrachtung der verschiedenen Ebenen möglichst umfassende Aspekte von Organisationskultur unter dem Fokus „UK“ zu erheben und darzustellen.

vorgestellte bzw. verwendete Produkte oder Hilfsmittel
keine

Kommunikation im Netz – eine Projektstudie zu Barrieren und Förderfaktoren

Kommunikation im Netz – eine Projektstudie zu Barrieren und Förderfaktoren

Celine Kleinhempel

Internet für alle? Treffen über Videotelefonie? Das geht!

Wie es gehen kann wurde in einem Projekt der TU Dortmund von 10 Studierenden der Rehabilitationspädagogik zusammen mit Co-Referentinnen der Gesellschaft für UK untersucht. Es wurde ein Workshop zum Thema Skype gemeinsam entwickelt und im März 2019 durchgeführt. Dabei wurde vorab nach den individuellen Zugangsbedingungen und möglichen Barrieren im alltäglichen Umfeld gefragt.

Weitere Barrieren bei der Kommunikation mittels Skype wurden während des Workshops identifiziert. In der Auswertung wurden orientiert am Partizipationsmodell die ermittelten Aspekte sortiert und nach möglichen Lösungsansätzen gesucht.

Aus den Ergebnissen dieses Projekts wurden zum einen Handlungsempfehlungen für unterstützt Kommunizierende, ihre Bezugspersonen und Umfelder und zum anderen hilfreiche Materialien, wie z.B. barrierearme Videos, erstellt.

Die so entstandenen Materialien sowie das Weiterbildungskonzept sollen nachhaltig wirksam sein und über den Modulkatalog der Gesellschaft für UK zur Weiterbildung unterstützt Kommunizierender noch viele weitere Interessenten erreichen.

In Form eines Posters sollen diese Projektstudie, das Weiterbildungskonzept sowie die Materialien beim Kongress in Leipzig einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

vorgestellte bzw. verwendete Produkte oder Hilfsmittel
keine

Eine Stadt macht sich auf den Weg.PUK – Projekt Unterstützte Kommunikation. Netzwerke und Förderung der Selbsthilfe unterstützt kommunizierender Menschen

Eine Stadt macht sich auf den Weg.PUK – Projekt Unterstützte Kommunikation. Netzwerke und Förderung der Selbsthilfe unterstützt kommunizierender Menschen

Andrea Scherr, Marika Günther

Hintergrund/Fragestellung
Menschen, die Unterstützte Kommunikation nutzen, sind auf ein kompetent beratendes Umfeld angewiesen und benötigen Zugänge zu Selbsthilfestrukturen, um ihre Bedarfe zu kommunizieren und in jedem Lebensabschnitt bzw. in jeder Lebenslage fachlich fundierte Unterstützung zu erhalten. Wer kann solche Unterstützung bieten? Welche Netzwerkstrukturen sind hierfür hilfreich? Und wie lässt sich Selbsthilfe für und von UK-Nutzer*innen etablieren bzw. stärken?

Projektbeschreibung/Methode
Im Rahmen des Projekts PUK wurden verschiedene Lösungsansätze entwickelt, Netzwerke gebildet und beispielsweise ein UK-Rat sowie ein Selbsthilfe-Netzwerk gegründet. Diese Prozesse und Ergebnisse sollen auf einem Poster präsentiert und als exemplarisch für regionale und überregionale Strukturen dargestellt werden.

Schlussfolgerung/Ergebnisse
Die Angebote haben das Ziel, für und mit UK-Nutzer*innen Selbsthilfe- und Netzwerkstrukturen zu entwickeln. Dabei ist die Ausbildung kompetenter Fachkräfte ebenso im Blick wie die spezifisch nötigen Zugänge zur Gruppe der UK-Nutzer*innen und die Möglichkeiten zur Einbindung der Kommunen.

Diskussionsbeitrag/Lessons Learned
Das Poster zeigt exemplarisch, dass Netzwerke verschiedener Beteiligter, die Stärkung der Selbsthilfe von UK-Nutzer*innen sowie eine zuverlässige Koordination der verschiedenen Aktivitäten und Gruppen einen entscheidenden Beitrag leisten, um unterstützt kommunizierende Menschen gelingend in bestehende Strukturen einzubinden bzw. bedarfsorientierte Strukturen zu entwickeln.

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How do children with complex communication needs communicate pain?

How do children with complex communication needs communicate pain?

Diana Schmidt-Pfister, Karolin Schäfer

Being able to communicate pain is essential for one’s own well-being. If children with complex communication needs have difficulties to communicate pain, it may be challenging for parents and other caregivers to track and treat health issues. This poster presents the results of an online survey in which 177 parents from German-speaking countries participated. The aim was to gain insights into the pain communication of children with complex communication needs.

In addition to its age, the anonymous survey also covered the diagnosis of the child and its general communication modes. The questionnaire contained questions about pain communication in 10 different possible pain situations.

The answers of the parents indicated that various types of pain are apparently communicated very differently by the children. While pain in acute infections is easily recognized by parents due to physical cues such as fatigue or fever, there are other types of pain that are often difficult to identify because children do not communicate it clearly. Parents explained that the pain must have been very severe in some cases.

On the one hand, this seems to be related to an altered sense of pain in some children, but on the other hand it might be associated to the lack of or limited ability to pinpoint and describe pain. Some children communicated acute pain in ways that caregivers might interpret as challenging behaviour.

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Core Vocabulary around the world: What AAC practitioners can learn from language sampling

Core Vocabulary around the world: What AAC practitioners can learn from language sampling

Dana Marks, Juan Bornman

Theoretical Background: One of the main questions confronting AAC practitioners is how AAC systems should be designed to improve usability, including the selection and representation of the vocabulary needed. Core vocabularies have become increasingly popular in the AAC field to inform vocabulary selection and have had a considerable impact on how communication boards and devices are designed. Language sample analyses serve as one point of reference for deriving core vocabularies, and also have the potential to inform other aspects of system design.

Questions of interest: The presention will adress questions related to system design around the world with specific focus on core vocabulary and its links to language sampling, such as:

  • How are communication boards and devices designed around the world? Which vocabulary is provided?
  • What is known and how do we know what we know about core vocabulary globally?
  • What challenges have been identified around the world? How can they be solved?
  • What are other applications of language sampling for research and practice in AAC?

Content of the presention: Based on the question of how do to design communication boards and devices for AAC users and which vocabulary to provide, the presentation will give an introduction to the concept and relevance of core vocabulary. We will start by giving an overview of identified core vocabulary in German as well as current practices in the use of core vocabulary (including non picture-producing vocabulary) in this country. Aiming for a comparison with other countries and a deeper insight in how these core vocabulary lists were developed, results from our systematic review on current methods of language sampling will be presented. We will present our findings related to the setting of data collection and the tools used as well as existing core vocabulary lists in different languages and practices in the use of core vocabulary around the world. A presentation of identified challenges and research gaps will follow. Finally, we will  briefly introduce the so-called TALC® tool – a recently started, joint project between LUH (GER) and UP (South Africa). Possible applications for AAC system design, beside vocabulary selection, will be discussed (such as word, grammar and topic prediction features).

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